Eine gute Portion Kartoffelsuppe hat etwas fast schon peinlich Befriedigendes an sich. Nicht die übermäßig pürierte Variante, die wie mit Sahne verdünntes Kartoffelpüree schmeckt, und auch nicht die wässrige, die lauwarm in einer Diner-Tasse serviert wird.
Die Sorte, die man früher in Steakhäusern in dickwandige Keramikschüsseln schöpfte, bevor das Hauptgericht serviert wurde, ist es wert, darüber zu sprechen und, um ehrlich zu sein, es lohnt sich, dafür zu Hause zu bleiben. An manchen Stellen stückig, an anderen reichhaltig und samtig. Salzige Speckstückchen, die an der Oberfläche schwimmen. Kurz bevor sie auf den Tisch kommt, streut man noch etwas Frühlingszwiebel darüber.
Die meisten Hobbyköche geben es stillschweigend auf, diese Konsistenz zu erreichen. Dabei ist der Trick ganz einfach. Der Schlüssel liegt darin, nicht alles bis zur Unkenntlichkeit zu pürieren. Sobald die Kartoffeln, Möhren, der Sellerie und die Zwiebel in einer Mischung aus Hühnerbrühe und dem restlichen Speckfett im Topf gar gekocht sind, schöpft man etwa die Hälfte der Suppe ab nicht mehr als zwei Drittel und püriert nur diesen Teil glatt.

Gib diese Mischung zusammen mit den restlichen Zutaten zurück in den Topf. Das Ergebnis ist eine Suppe, die gleichzeitig stückig und cremig ist genau das macht die Restaurantversionen so köstlich.
Hier ist die Mehl-Milch-Mischung besonders wichtig. Es mag umständlich erscheinen, beides separat zu verquirlen, bevor man es in den Topf gibt, aber dafür gibt es einen guten Grund. Kein noch so intensives Rühren kann die Klümpchen beseitigen, die entstehen, wenn trockenes Mehl direkt in heiße Flüssigkeit gegeben wird.
Die Suppe erhält ihre Konsistenz durch die hausgemachte Mehlschwitze, die zuvor glatt verrührt und nach und nach hinzugefügt wird. So wird eine pastöse Konsistenz vermieden, die eine ansonsten gelungene Suppe ruinieren könnte. Danach dauert es nur zwei Minuten unter ständigem Rühren, bis die Suppe eindickt.
Cheddar ist aus gutem Grund die naheliegende Wahl, wenn es um Käse geht. Er wird nicht faserig wie manche andere Sorten, schmilzt geschmeidig und verleiht der Suppe eine würzige Note, die die Reichhaltigkeit auflockert. Rühren Sie ihn bei sehr geringer Hitze oder vom Herd genommen unter.
Das Gleiche gilt für jede Art von Sahne, die Sie hinzufügen; wenn Sie sie bei starker Hitze zu stark erhitzen, gerinnt sie und trennt sich, wodurch eine glatte Suppe innerhalb weniger Minuten körnig wird. In den letzten Schritten lautet das Stichwort: behutsam.
Alle Variationen, die es zu beachten gilt, sind relativ unkompliziert. Aufgrund ihres höheren Stärkegehalts, der von sich aus zur Verdickung beiträgt, werden in der Regel Russet-Kartoffeln empfohlen. Yukon-Gold-Kartoffeln sind an einem Wochentagabend eine echte Zeitersparnis, da ihre dünnere Schale das Schälen eher optional als zwingend erforderlich macht.
Ein paar Scheiben frische Jalapeño können zusammen mit den üblichen Einlagen angerichtet werden, oder wer es schärfer mag, kann Cajun-Gewürz hinzufügen. Gegen Ende wird saure Sahne untergerührt, um der Suppe Körper und eine spritzige Note zu verleihen. In einer vegetarischen Variante wird die Hühnerbrühe durch Gemüsebrühe und das Speckfett durch Olivenöl ersetzt. Die rauchige Note fehlt zwar, aber der allgemeine Wohlfühlcharakter bleibt erhalten.
Das Einfrieren dieser Suppe funktioniert nicht, auch wenn es naheliegend wäre. Nach dem Einfrieren und Auftauen werden die Kartoffeln körnig, und die Milchprodukte trennen sich so stark, dass sich dies durch Aufwärmen nicht mehr beheben lässt. Im Kühlschrank hält sie sich gut vier oder fünf Tage, doch selbst dort neigt sie dazu, sich leicht zu trennen, sodass man sie vor dem Erwärmen umrühren muss. Die beste Art, sie ohne Abstriche wieder aufzuwärmen, ist, sie langsam und bei niedriger Hitze auf dem Herd zu erhitzen.
Es gibt einen Grund, warum diese Art von Suppe seit Jahrzehnten auf den Speisekarten von Steakhäusern unangefochten ist. Sie lässt sich zu Hause kostengünstig zubereiten und sättigt auf eine Weise, die fast schon wohltuend wirkt. Kombiniert man sie mit einem Laib knusprigem Brot, hat man eine Mahlzeit, die von niemandem viel verlangt nicht einmal vom Koch.
